Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Ideen zu einer Philosophie der Natur als Einleitung in das Studium dieser Wissenschaft
Der erst zweiundzwanzigjährige Schelling hat gerade sein Theologiestudium in Tübingen abgeschlossen als er die Bekanntschaft Goethes macht und seine erste naturphilosophische Schrift herausgibt. Kurz darauf wird er Professor in Jena und neben Fichte der Hauptvertreter des deutschen Idealismus.
Erstdruck: Jena und Leipzig (Breitkopf und Härtel) 1797. Zweite Ausgabe: Landshut (Krüll) 1803. Der Text folgt dem Abdruck der zweiten Ausgabe in Schellings »Sämtlichen Werken«, hg. von K.F.A. Schelling, Stuttgart (Cotta) 1856-1861 (= O[riginalausgabe]). Dort wurde der Text durch Zusätze und Bemerkungen aus Schellings Handexemplaren und Manuskripten erweitert, die der Herausgeber teils in eckigen Klammern in den Text einfügte, teils in den Fußnoten mitteilte. Abweichungen der ersten Ausgabe sind ebenfalls in den Fußnoten verzeichnet.
Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2016.
Textgrundlage ist die Ausgabe:
Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling: Werke. Auswahl in drei Bänden. Herausgegeben und eingeleitet von Otto Weiß, Leipzig: Fritz Eckardt, 1907.
Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Joseph Karl Stieler, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, 1835.
Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Über den Autor Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (27.1.1775 Leonberg - 20.8.1854 Ragaz ) beeinflusste die Philosophien Schopenhauers und Nietzsches und ebnete der Psychoanalyse Sigmund Freuds den Weg. Er galt als philosophisches Wunderkind und durfte mithilfe einer Sondergenehmigung bereits mit 16 Jahren in Tübingen studieren. Mit 23 Jahren wurde er außerordentlicher Professor in Jena. Seine Hauptwerke schrieb er vor seinem 30. Lebensjahr. Aufbauend auf einem pantheistischen Weltbild - alles ist 'eins' in Gott bzw. alles 'ist' Gott - stellte er sich in »Über das Wesen der menschlichen Freiheit« zwei grundlegenden Fragen: Wenn alles Gott ist, wie kommt das Böse in die Welt (Theodizee) und wie lässt sich menschliche Freiheit erklären? Als Lösung konzipiert er das 'Ursein', eine dunkle Seite Gottes, die sich in Chaos und Irrationalität manifestiert. Diese Dualität Gottes spiegelt sich somit auch in der gesamten Schöpfung wider. Die Freiheit des Menschen besteht somit darin, sich für oder gegen das Gute zu entscheiden.
Franz Josef Wetz, geb. 1958, ist Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd.