Julia Watson. Lo-TEK. Design by Radical Indigenism

Fr. 52.50
ISBN: 978-3-8365-7818-9
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Vor rund dreihundert Jahren wurde ein Mythos in die Welt gesetzt: die Idee von Fortschritt durch Technologie. Im Zuge der Aufklärung und im einflussreichen Zusammenwirken von Humanismus, Kolonialismus und Rassismus etablierten europäische Denker ein Prinzip, das sich mehr und mehr über lokale Weisheiten und indigene Errungenschaften hinwegsetzte, die fortan als primitiv galten. Heute wird uns schmerzlich bewusst, welch dramatische Entwicklungen aus dieser Haltung folgten.

Designer und Ingenieure sind vielerorts bemüht, den negativen Einfluss des Menschen auf die Umwelt zu reduzieren. Dabei wird jedoch häufig auf Technologie gesetzt, die gegen die Natur anstatt mit ihr arbeitet. So reagiert man auf den Klimawandel mit dem Aufbau harter Infrastrukturen und favorisiert High-Tech-Lösungen. Hier sind ganzheitliche Systeme gefragt, die Biodiversität als elementaren Baustein nutzen.

Lo-TEK ist eine Design-Bewegung, die traditionelles, ökologisches Wissen wiederbelebt und Know-how, Praktiken und Überzeugungen aus mehreren Generationen sowie unterschiedlichen Kulturen sammelt. Sie baut auf komplexe Ökosysteme und deren nachhaltige Wirkung. Danach ist indigene Innovation weder primitiv, noch existiert sie abgeschottet von moderner Technologie.

Mit einem Vorwort des Anthropologen Wade Davis durchstreift dieses Buch in den vier Kapiteln "Gebirge", "Wälder", "Wüsten" und "Wasser" 18 Länder und Jahrtausende menschlicher Weisheit und Kreativität: lebende Brücken im nordindischen Hochland, Terrassenfelder auf den Philippinen, jahrtausendealte Wasserleitungen im Iran oder schwimmende Dörfer in Peru. Im Kontext der Moderne werden uralte Mythen zu neuem Leben erweckt - mit dem Ziel, den menschlichen Geist für etwas radikal Neues zu öffnen.

Durch raffinierte Designmerkmale macht dieses Buch die Genialität der vorgestellten Innovationen spürbar: Kupfer belegt den Wert alter Techniken, der raue Einband symbolisiert Natürlichkeit und die kunstvolle Schweizer Bindung legt den Buchrücken offen, genau wie das Buch selbst jahrtausendealtes Wissen offenbart.

Vor rund dreihundert Jahren wurde ein Mythos in die Welt gesetzt: die Idee von Fortschritt durch Technologie. Im Zuge der Aufklärung und im einflussreichen Zusammenwirken von Humanismus, Kolonialismus und Rassismus etablierten europäische Denker ein Prinzip, das sich mehr und mehr über lokale Weisheiten und indigene Errungenschaften hinwegsetzte, die fortan als primitiv galten. Heute wird uns schmerzlich bewusst, welch dramatische Entwicklungen aus dieser Haltung folgten.

Designer und Ingenieure sind vielerorts bemüht, den negativen Einfluss des Menschen auf die Umwelt zu reduzieren. Dabei wird jedoch häufig auf Technologie gesetzt, die gegen die Natur anstatt mit ihr arbeitet. So reagiert man auf den Klimawandel mit dem Aufbau harter Infrastrukturen und favorisiert High-Tech-Lösungen. Hier sind ganzheitliche Systeme gefragt, die Biodiversität als elementaren Baustein nutzen.

Lo-TEK ist eine Design-Bewegung, die traditionelles, ökologisches Wissen wiederbelebt und Know-how, Praktiken und Überzeugungen aus mehreren Generationen sowie unterschiedlichen Kulturen sammelt. Sie baut auf komplexe Ökosysteme und deren nachhaltige Wirkung. Danach ist indigene Innovation weder primitiv, noch existiert sie abgeschottet von moderner Technologie.

Mit einem Vorwort des Anthropologen Wade Davis durchstreift dieses Buch in den vier Kapiteln "Gebirge", "Wälder", "Wüsten" und "Wasser" 18 Länder und Jahrtausende menschlicher Weisheit und Kreativität: lebende Brücken im nordindischen Hochland, Terrassenfelder auf den Philippinen, jahrtausendealte Wasserleitungen im Iran oder schwimmende Dörfer in Peru. Im Kontext der Moderne werden uralte Mythen zu neuem Leben erweckt - mit dem Ziel, den menschlichen Geist für etwas radikal Neues zu öffnen.

Durch raffinierte Designmerkmale macht dieses Buch die Genialität der vorgestellten Innovationen spürbar: Kupfer belegt den Wert alter Techniken, der raue Einband symbolisiert Natürlichkeit und die kunstvolle Schweizer Bindung legt den Buchrücken offen, genau wie das Buch selbst jahrtausendealtes Wissen offenbart.

Autor Watson, Julia / studio, W-E (Gestaltet) / (f), TASCHEN (Gestaltet)
Verlag Taschen
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 420 S.
Lieferstatus Lieferbar in 24 Stunden
Ausgabekennzeichen Englisch
Abbildungen Hardcover, Swiss binding with open spine
Masse H24.4 cm x B17.0 cm x D3.0 cm 1'070 g
Coverlag Taschen (Imprint/Brand)
Verlagsartikelnummer 04698

Über den Autor Watson, Julia

Die Designerin, Aktivistin, Akademikerin und Autorin Julia Watson ist Leiterin des nach ihr benannten Designstudios, das sich an der Schnittstelle von Anthropologie, Ökologie und Innovation bewegt. Zusammen mit Marie Salembier betreibt sie als Watson Salembier ein Full-Service-Studio für Landschafts- und Städtebau, das auf Renaturierung spezialisiert ist. Julia hält Vorträge und berät sich mit Fortune-500-Unternehmen, um deren Betriebe an globalen Nachhaltigkeitszielen auszurichten, indem sie systemische Veränderungen für die Sektoren Nachhaltigkeit, Innovation und Zukunft entwirft und umsetzt. Sie unterrichtet Städteplanung in Harvard und an der Columbia University. Für ihre Abschlussarbeit im Bereich Naturschutz und spirituelle Landschaften erhielt sie in Harvard die höchste Auszeichnung. Seitdem veröffentlichte sie in ioARCH, Topos, Seacities, LAF, The Philosophy of Dumbness, Nakhara Journal, Water Urbanisms East, und World Heritage Sites and Living Culture of Indonesia. Zusammen mit Dr. J. Stephen Lansing ist sie Co-Autorin des Spiritual Guide to Bali's UNESCO World Heritage.Piera Wolf und Claudine Eriksson sind W-E-Studio, ein multidisziplinäres Kreativbüro mit Sitz in Zürich und New York, das Zeit und Raum zwischen diesen sich ständig verändernden und kontrastierenden Städten überbrückt. Pieras und Claudines Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen und Organisationen wie der New York Times, Dazed Digital, Rolling Stone, Slanted, Art Directors Club, Printed Matter's NY Art Book Fair und Type Directors Club beachtet. Sie hielten Vorträge, Lehrveranstaltungen und Workshops an der New York School of Visual Arts, der HTW Berlin, dem Google Creative Lab und der Zürcher Hochschule der Künste.

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